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| THEMEN-SPECIAL - 1. APRIL | |||||
Geschichtliches zum 1. April
Möglicherweise wurde er anno 1530 in deutschen Landen geboren. Beschloß damals doch der Augsburger Reichstag, zum 1.April 1540 das staatliche Münzwesen zu vereinheitlichen. Kurz vor dem Stichtag wurde der Termin indes vertagt - pekuniäre Spekulanten ernteten Hohn und Spott.
Urheberrechte könnten auch die Franzosen beanspruchen. 1564 verlegte nämlich König Karl IX. das bis dato am 1.April gefeierte Neujahrsfest auf den 1.Januar. Wer dem nicht folgen wollte, galt fürderhin als "April-Narr".
Auch in Amerika und Australien, Südafrika und Indien werden am "April Fools' Day" (Tag der Aprilnarren) Mitmenschen an der Nase herumgeführt. In Islam und Judentum hingegen hält man nichts vom Aprilscherz.

Aprilscherze heute
Heutzutage ist das ,,In-den-April-Schicken'' allgemeiner und ein sehr beliebter Brauch. Zeitungen, Illustrierte, Stammtischgäste und Schulkinder überbieten sich in Neckereien. An diesem Tag schicken sich die Kinder gegenseitig zum Kaufmann oder in die Apotheke, um seltsame Dinge zu holen, wie Mückenfett, Dukatensamen, Stecknadelsamen, Ibitum (ich bin dumm), rosengrüne Tinte, gedörrten Schnee, gehackte Flohbeine, Kuckucksöl und vieles andere. Auch die Erwachsenen versuchen sich an diesem Tag zu foppen. So kann es passieren, daß am 1. April im Lokalteil der Heimatzeitung etwas steht, was einem spanisch vorkommt, während man an anderer Stelle eine Meldung für bare Münze nimmt, die am nächsten Tag als ,,Aprilscherz'' dementiert wird. Wenn man die Meldung Nummer eins anzweifelt, obwohl sie stimmt, die zweite, die glaubwürdig erscheint, es aber nicht ist, für wahr hält, dann ist der redaktionelle Aprilscherz wirklich gelungen.

Beispiel - Aprilscherz in der DATZ
Große Aufregung verursachte eine Meldung in der Aprilausgabe der Aquarien- und Terrarienzeitschrift DATZ des Ulmer-Verlags. Danach werde in Nordrhein-Westfahlen an die Einführung einer "Heimtiersteuer" gedacht. Terrarianer und Aquarianer sollten nach Anzahl und Größe der in ihrem Besitz befindlichen Behälter veranschlagt werden. Als Steuersatz werde ein Betrag von DM 12 jährlich pro angefangene 100 Liter diskutiert. Daß sehr viele Tierhalter trotz deutlicher Hinweise auf einen Aprilscherz ("Tagung des Finanzausschusses am 31. September") die Meldung ernst genommen haben, zeigt, wie blank die Nerven der Steuerzahler liegen. Inzwischen wird dem Gesetzgeber offenbar fast jede Idee zugetraut, die dazu führt, Geld in die leeren Staatskassen zu spülen.

Eine Vertiefung des Themas sowie viele originelle Aprilscherze finden sie unter folgenden Links:
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